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Donnerstag, 19. Juni 2014

Sommer







Wenn die Angler wieder im Rhein fischen,
ihr Zelt aufschlagen und am Lagerfeuer ihren frisch gefangenen Fisch grillieren,
begleitet von stillen Alphornklängen von den Alphornbläsern auf der anderen Uferseite,
wenn man morgens schon um 8 Uhr auf dem Flohmarkt dahinschmilzt in der Sonne
und Regenschirme zu Sonnenschirmen umfunktioniert,
wenn es reicht nachmittags um 5 Uhr in die Badi zu gehen,
nach 4 Stunden Siesta, weil es vorher eh zu heiss ist,
Wenn man um 18 Uhr das Haus verlässt und die Luft angenehm nach Holzkohle duftet
und einem Wurst-Rauchschwaden ins Gesicht wehen,
wenn an den Wochenenden zu frühen Abendstunden lange Autoschlangen durch die Berge kriechen
und die Ausflügler zurück von den türkisen Bergseen kommen,
dann ist man im Schweizer Sommer angekommen.

Sonntag, 18. November 2012

Heiss oder Kalt

If it's prohibited to take pictures, then draw...
Nach einer Stunde Fahrt waren wir da, zurück in den 60ern. Im Hotel Therme in Vals. Das Zimmer hatte eine Schiffskoje zum Vorbild. Die Therme Vals sieht man erst auf den zweiten Blick.

Zuerst ging es ins Klangbad, ein Bad, das nur klingt wenn man selber singt. Also nichts für mich. Nach einer kurzen Runde durch den dunklen Innenraum der Therme ging es raus ins 36º warme Aussenbecken. Wow. Was für ein Ausblick, das wohl beste am ganzen Bad. Nachdem ich mich einmal am ganzen Beckenrand entlanggetastet hatte, gab ich auf. Es gibt in der gesamten Therme keine Rückensprudelmassgedüsen. Alle sind auf Fusshöhe, ich habe jetzt demnach super durchmassierte Füsse.

Als nächstes wurde das 41º heisse Becken ausprobiert. Man sah den Leuten schon am Gesichtsausdruck an, dass sie sich gerade ihre zarte Haut verbrannten. Wer also eine Abkühlung brauchte, ging den Schreien nach und hüpfte ins angenehm 14º kalte Becken. Wie gesagt, eine Abkühlung halt.

Am Ende blieb noch das Blütenbad. Kleine gelbe Ringelblumenblütenblätter schwammen verwirrt im Wasser umher. Man war mittendrin, es hatte 35º. Dann ging es auf die Liegen. Wie gesagt war es ja sehr dunkel in der Therme. Lesen konnte man auf den Liegen also eher nicht, da war Schlafen die einzige Alternative.

Erkenntnis der Woche: Die Valiser kommen aus dem Wallis, sind dann weiter nach Arosa und Davos bis zum heutigen Walsertal in Österreich.

Dienstag, 3. Juli 2012

summer in a box


Das erste Jahr in der Schweiz ist vorbei und das Wort des Jahres (bzw. Wortgruppe des Jahres) ist "thinking out of the box" (außerhalb des vorgegebenen Rahmens denken). Angefangen hat alles in Projektmanagement um innovative und kreative Ideen für unsere Projekte zu finden. Im Kontext der Kulturwissenschaften wurde dann aber ganz schnell klar, dass es nicht reicht, einfach nur ausserhalb der Kiste zu denken. Denn wenn etwas aus der Box geholt wird, muss damit auch die Leere, das Nichts, sinnvoll gefüllt werden. Am besten indem zwei unterschiedliche Gedankengüter aus zwei unterschiedlichen Kisten miteinander verbunden werden.  

Bleibt nur zu hoffen ,dass in den Prüfungen auch die Antworten, die aus dem Rahmen fallen, gut benotet werden.

Aber jetzt sind erstmal Ferien und was ich dort erlebe, könnt ihr hier bei Erdmädchen lesen.

Erkenntnis des Jahres: In der Schweiz schreibt man sich schon für das nächste Semester ein, bevor man überhaupt weiss, ob man die Prüfungen des letzten Semesters bestanden hat.


The first year in Switzerland is over and the word of the year (or rather phrase of the year) is "thinking out of the box". It all started in project management in order to gain innovative and creative ideas for our projects. However, in the context of cultural studies it becaame clear that it is not enough to just think outside the box. If something is fetched out of the box, it has to fill the emptyness, the nothing, in a meaningful maner. The best is to combine two different ideas from two different boxes with each other.

It is just to be hoped that exam answers which are out of the box are also marked well.

But now the vacations have started and everything I experience can be read here at Erdmädchen.

Insight of the year: In Switzerland one has to apply for the new semester before one even knows if one passed the exams from the last one.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Gelandet


Bin ich jetzt im Urlaub, oder bin ich jetzt zu Hause? Auf jeden Fall kam das Flugzeug aus der Schweiz 15 Minuten zu früh auf Mallorca an, das liegt wohl an der schweizerischen Pünktlichkeit. Wegen der mallorquinischen Unkoordiniertheit,  musste man dann aber erstmal eine halbe Stunde durch den ganzen Flughafen laufen, um sein Gepäck abzuholen. Natürlich war auch der Schalter zum Verzollen nicht besetzt, also kam die Wurst einfach so ins Land. Aber es waren ja auch schon fast Feiertage, klar dass der Zöllner da lieber mit der hübschen Flugbegleiterin plaudert.
Na dann, frohe Weihnachten und einen guten rutsch ins neue Jahr.

Erkenntnis der Woche: Nur weil es in der Schweiz schneit, heiss es nicht, dass man auch seine Winterjacke mit nach Mallorca nehmen muss.



Am I on vacation now, or just at home? Anyway, the airplane from Switzerland landed 15 minutes early on Majorca, that must be because of the Swiss punctuality. Nevertheless, because of the Majorcan non-existent coordination, one has to walk half an hour through the airport to reach the baggage claim. And of course, the counter to declare goods was closed, so the sausages entered just as simple as that into the country. Well, it was almost holiday, obviously the tollkeeper prefered to talk to the nice air hostess.
Well then, a merry Christmas and a happy new year.

Insight of the week: Only because there is snow in Switzerland doesn't mean that one has to carry one's winter jacket to Majorca.